Aktionsplattform für eine ausgewogene Darstellung des Nahostkonflikts in der Lehre - Eine Initiative von Studierenden der Internationalen Entwicklung
Was soll das hier?
Diese Website entstand auf einen konkreten Anlassfall bezogen: Den (wiederholten) Auftritt von Viktoria Waltz, einer Dortmunder Architektin, im Rahmen eine Lehrveranstaltung der Geschichte und der Internationalen Entwicklung an der Uni Wien - der Ringvorlesung "Grenzen im globalen Vergleich" (siehe Programm), sowie die Veröffentlichung eines Buches, dass den Begleittext zum Vortrag enthält (Viktoria Waltz: Israel – Palästina. Ein Siedlerstaat im Spiegel der Raumordnung und Raumplanung. In: Andrea Komlosy, Joachim Becker (Hg.Innen): Grenzen Weltweit. Zonen, Linien und Mauern im historischen Vergleich. Wien: Promedia/Südwind 2004, S. 141-159). Viktoria Waltz stellt/e in ihrem Vortrag und ihrem Text unserer Meinung nach den Konflikt zwischen Israel und den Palästinenser/innen auf eine äußerst einseitige, teils verfälschende und insgesamt gefährlich manipulative Weise dar. Sinn dieser Seite ist es, allgemein zugänglich auf die Problematik der von ihr vertretenen Positionen hinzuweisen, zusätzliche Infos zur Thematik des Textes zur Verfügung zu stellen, damit kritische Studierende sich ihr eigenes Bild machen können, und die Ereignisse rund um die "Causa Waltz" zu dokumentieren.
Seiteninhalt
Diese Seiten enthalten bislang:
Eine ausführliche Analyse des Textes von Viktoria Waltz, verfasst von zwei Studierenden der IE (hier ansehen/downloaden)
!NEU! Einen weiteren Kommentar zum Artikel (vom Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes / DÖW) - übermittelt am 21.6. 2006 (ansehen/downloaden)
Eine dritte Stimme zum Text, aus einer Rezension des Sammelbandes, verfasst von Jonas Pfau (Universität Leipzig) für das deutsch-französische Fachforum geschichte.transnational:
„Ebenfalls unter dem Paradigma des Kolonialismus durch Siedlung und Grenzbildung brandmarkt Victoria Waltz ausgesprochen einseitig den Prozess der israelischen Staatswerdung und die nachfolgende Politik. Ausgehend von einer scheinbar überzeitlichen palästinensischen Entität beschreibt sie diese als Opfer imperialer Strategien erst britischer dann jüdischer Eroberung. Der Krieg von 1948 gerät ihr zu einem reinen israelischen Vertreibungsfeldzug, durchgeführt durch eine angeblich bestens ausgerüstete imperiale Eroberungsarmee. In ihrer Chronologie von moralisch illegitimer Landnahme durch Gewalt oder raumplanerische Winkelzüge, können schließlich Mauer/Zaun des aktuellen Konfliktes nicht auch als Schutz der Israelis vor Attentaten und Anschlägen gesehen werden, sondern ausschließlich als Instrument totaler Unterwerfung.“ (die vollständige Rezension ist hier nachzulesen)
Informationen zu einigen verantwortlichen Akteur/inn/en:
Zu den politischen Hintergründen der Autorin und Vortragenden Viktoria_Waltz.
"Mit allen Mitteln": Ein Text, in dem Andrea Komlosy, Organisatorin und wissenschaftliche Leiterin der Ringvorlesung, ihre grundlegende Haltung gegenüber dem Staat Israel offenbart (aus: DIE PRESSE, Spektrum vom 27.7. 2002) + ein Kommentar dazu von Zeithistoriker Robert Holzbauer.
Auskünfte zum Promedia-Verlag, in dem das Buch zur Vorlesung erschien, finden sich hier. Rezensionen zum ebenfalls bei Promedia erschienenen, offen und wüst antisemitischen Werk "Blumen aus Galiläa" (2005) von Israel Shamir/Jöran Jermas gibt es bei Context XXI, bei der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich und beim DÖW zum Nachlesen.
Was tun?
Meinung bilden: Um den Nahostkonflikt in seiner Komplexität zu verstehen, ist ein extrem einseitiger und wissenschaftlich fragwürdiger Artikel à la Viktoria Waltz selbst in Ansätzen kaum geeignet. Wer sich noch nicht mit der Thematik vertraut fühlt, kann - zum "Einlesen" - den entsprechenden Eintrag in der Wikipedia (mit vielen weiteren Verweisen) konsultieren, der die wichtigsten Ereignisse und Kontroversen auflistet und insgesamt eine recht ausgewogene Darstellung bietet: hier klicken
Meinung äußern: An Kommentaren zur Vorlesung und zum Begleitbuch sind die Verantwortlichen Andrea Komlosy ( andrea.komlosy@univie.ac.at ) und Joachim Becker ( joachim.becker@wu-wien.ac.at ) sicher jederzeit interessiert. Die bagru.ie leitet Stellungnahmen auf Wunsch anonymisiert weiter ( bagru.ie@not.priv.at ). Ferner kontaktiert werden können u.a. folgende (Mit-)Verantwortliche:
Die Studienprogrammleitung Geschichte in personam friedrich.edelmayer@univie.ac.at und margarete.grandner@univie.ac.at ; andrea.schnoeller@univie.ac.at , verantwortlich für das wissenschaftliche Lektorat und die Redaktion des Buches; der Mattersburger Kreis ( office@mattersburgerkreis.at ) und der Verein für Geschichte und Sozialkunde (vgs.wirtschaftsgeschichte@univie.ac.at ) als Herausgeber/innen der Reihe "Historische Sozialkunde", in der der "Grenzen weltweit"-Band erscheint; Promedia ( promedia@mediashop.at ) und Südwind ( office@suedwind.at , versand@suedwind.at) als Verlage des Buches.
Wer macht das?
Die Aktionsplattform, die diese Seite erstellt hat und betreut, ist im Mai 2006 - kurz nach dem neuerlichen Auftritt von Viktoria Waltz in der Ringvorlesung - entstanden. Sie besteht aus IE-Studierenden, die größtenteils auch in der bagru.ie aktiv sind. Das bedeutet allerdings nicht, dass die hier vertretenen Ansichten innerhalb der bagru.ie einhellig geteilt würden.
Kontakt: adnl (at) not (dot) priv (dot) at